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Das ist doch mal eine Nachricht: Die Fördertöpfe sind voll für den „Tesla im Wohnungsbau“ – Sonnenenergie ist schon jetzt wirtschaftlicher als Öl und Gas, wenn man ein EnergiePlusHaus baut und dieses richtig finanziert.

Dipl.-Ing. Ronny Meyer, Initiator von ENERGIEPLUSHAUS

EnergiePlusHaus ist Genuss-Haus

Über unseren Wohngebieten geht zurzeit buchstäblich die Sonne auf: Es wird jetzt immer wirtschaftlicher, mit der Sonne einen lebenslangen Energieliefervertrag fürs eigene Haus zu schließen. Auch wenn heute die fossilen Brennstoffe nicht mehr ganz so teuer wie noch vor ein paar Jahren sind, sollte man die Brille mit dem langfristigen Durchblick aufsetzen: Die Öl- und Gaspreise werden auch in Zukunft erheblichen Schwankungen unterliegen, während das Anzapfen der Sonne zu immer stabileren Konditionen möglich ist.

Unter dem Begriff „EnergiePlusHaus“ vollzieht sich gerade ein Wandel im Bauwesen. „EnergiePlusHäuser“ erzeugen mittels Photovoltaik (Sonnenstrom) mehr Energie als sie verbrauchen – deshalb das „Plus“. Der überschüssige Strom kann etwa in der Batterie eines Elektroautos zwischengespeichert und bei Bedarf ins Haus zurückgeführt werden – oder man nutzt den Strom für die eigene Mobilität, womit der Bogen zum Auto gespannt ist.

EffizienzhausPlus-logo-1

Wohnen und Mobilität wachsen jetzt also über das Thema „Energie“ zusammen. Insofern liegt folgender Gedanke auf der Hand: Was der „Tesla“ bei Elektroautos ist, wird in naher Zukunft das „EnergiePlusHaus“ bei Wohngebäuden sein. Die Technik hierfür ist ausgereift und bezahlbar, so dass sie sich unterm Strich für alle lohnt: Für die Menschen, die künftig viel Geld sparen, für die Umwelt, die weniger Emissionen wegstecken muss, und für die Städte und Kommunen: Denn Geld, das nicht im Heizkessel verbrannt wird, sondern das in die eigene, hochwertige Immobilie investiert wird, bleibt als dauerhafter Wert in der eigenen Region. Anstatt sich das letztlich dann doch teure Öl oder Gas aus der Ferne anliefern zu lassen, bezahlt man lieber die Handwerker vor Ort, die ein „EnergiePlusHaus“ bauen. Ob Altbau oder Neubau: Es funktioniert.

Beispiele hierfür gibt es ausreichend: Energieberater Peter Ackermann-Rost aus Berlin, Mitglied der Modernisierungsoffensive Berlin-Brandenburg, hat gerade für seine Familie ein „EnergiePlusHaus“ neu gebaut und dokumentiert öffentlich mit einem Monitoring den jeweils aktuellen Anlagenstatus. Auch Bauunternehmer Hans Wening aus Offenhausen bei Nürnberg, Akteur der neuen Modernisierungsoffensive Mittelfranken, bezieht in ein paar Wochen sein „EnergiePlusHaus“. Bei der Gebäudemodernisierung – man kann gar nicht oft genug darüber berichten – ist es einem Team der TU Darmstadt in Kooperation mit der „TSB Ingenieurgesellschaft“ (Darmstadt) gelungen, aus einer Sechziger-Jahre-Energieschleuder ebenfalls ein „EnergiePlusHaus“ zu machen. Das ist so ähnlich, als ob man ein Wählscheibentelefon zum Smartphone umbauen würde. Gratulation! Befragt man die PlusHaus-Pioniere, bekommt man immer dieselben beiden Antworten: „Ich schütze die Umwelt und das Klima, das allein ist schon ein gutes Gefühl. Und der ,EnergiePlusHaus‘-Standard ist aufgrund der aktuell sehr guten Förderbedingungen billiger zu realisieren als ein normales Gebäude.“ Gut, dass Sie diesen Text bis hierhin gelesen haben!

Bis zu 15.000 Euro geschenktes Geld

„EnergiePlusHäuser“ können auch mit einer „thermischen Solarfassade“ betrieben werden, betont der Berliner Solarteur Roland Siemon: „Wenn eine Dachmontage nicht möglich ist oder man die Flächen für die Nutzung der Sonnenenergie maximieren möchte.“ Zur Kombination „Solarthermie“, „Photovoltaik“ und „Wärmepumpe“ erläutert die Energie-Agentur Nordrhein-Westfalen in einer aktuellen Broschüre: „Solarthermische Anlagen wandeln die Sonnenstrahlung auf dem Dach direkt in Wärmeenergie um und unterstützen die Wärmepumpe bei der Erwärmung des Warmwasserspeichers oder des Kombispeichers für Warmwasser und Heizung. Die Photovoltaik erwärmt das Wasser indirekt über die Wärmepumpe.“

Schlussgedanke: Über unseren Wohngebieten geht auch im übertragenen Sinne die Sonne auf. Seit 1. April 2016 gibt es das „KfW-Effizienzhaus 40 Plus“-Förderpaket für Neubauten: 100.000 Euro pro Wohneinheit als zinsverbilligtes Darlehen mit Zinssatz 0,75 % pro Jahr. Plus bis zu 15.000 Euro Tilgungszuschuss – geschenktes Geld. Zu gut Deutsch: Es ist heute bei richtiger Planung und Finanzierung billiger ein „EnergiePlusHaus“ (die KfW-Förderbank nennt es „Effizienzhaus 40 Plus“) zu bauen als ein normales Haus mit Öl- oder Gasheizung.

Übrigens: Die Energiepreise sind seit Mitte Januar 2016 wieder erkennbar gestiegen. Ob dort jedoch bereits die Trendwende eingeläutet ist, ist ungewiss. Sicher ist dagegen, dass man mit dem „EnergiePlusHaus“ auf der sicheren Seite lebt und der Energiepreisentwicklung ganz gelassen entgegenschauen kann. Was für ein Genuss. So gesehen ist das Plus-Haus auch ein Genuss-Haus.

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